BORGWARD-Rückführung
nach Bremen - 1. Versuch(Ein Bericht) Vorbemerkung: Nach einem Bericht über eine zum Verkauf stehende Borgward-Sammlung im DSF (Deutsches Sport Fernsehen) gab es bei Heiner H. als ehemaligem Autoschrauber kein Halten mehr: diese Sammlung Bremer Automobilkunst musste zurück in die Stadt. Bei unserer Recherche nach einem finanzierbaren Transportweg, stellte sich heraus, dass die Bremer Autotransportfirma Harms just 10 neue Transporter erworben hatte, die in Salzburg konfiguriert wurden, um dann nach Bremen zu kommen. Gespräche mit der Fa. Harms signalisierten zu unserer Freude schnell deren Interesse, uns beim Transport nach Bremen behilflich zu sein und sogar die Wagen in einem Rutsch nach Bremen zu bringen, da gerade 10 neue Transporter in Salzburg auf Übernahme warteten. Heureka! Welch Zufall und welch glückliches Geschick!!
Als von der Fa. Harms der Startschuss kam, bereits am 3. November die
Borgwards zu verladen, informierten wir die Presse, um die Ankunft der
Autos in Bremen würdig begehen zu können.Folglich machten wir uns am 2.11.2003 zu dritt (Heiner, Karsi, Edu) auf den Weg nach Vöcklabruck in Österreich, um die Borgwards der Familie Kröll zurück nach Bremen zu bringen. Von
der Familie Kröll wurden wir herzlich in Vöcklabruck empfangen.
Herr H., der Lademeister der Fa. Harms, war bei unserer Ankunft bereits
mit der Inspektion der Sammlung beschäftigt und sichtlich wenig
angetan von den Borgwards. Obwohl wir bei der Verhandlung des Transports
die Liste mit den Fahrzeugen vorgelegt hatten, die ganz ausdrücklich
darauf hinwies, dass ein großer Teil der Fahrzeuge nicht fahrbereit
sei, bestand Herr H. anfangs darauf, nur Fahrzeuge mit funktionstüchtiger
Handbremse mitnehmen zu wollen. Auf Nachfrage ließ sich natürlich
kein logischer Grund für dieses Ansinnen finden - es sei halt so
... und man werde das morgen schon regeln. So
weit, so gut. Herr H. verabschiedet sich und wir verbringen mit Frau
Kröll und Herrn Rattenegger noch einen sehr netten Abend in Salzburg.
Als wir am nächsten morgen bei der Halle eintreffen, sind Frau
Kröll mit Tochter und Sohn und Herr R. schon anwesend. Frischer
Kaffee und Tee stehen bereit, ein Kompressor wird organisiert, sogar
ein Gabelstapler steht schließlich zur Verfügung und die
Schar der Helfer wächst auch noch um Schwiegersöhne, Enkel
und Bekannte. Dank dieser tatkräftigen Unterstützung steht
bei Ankunft der Harms-Transporter (gegen 11:30 h) der größte
Teil der Borgwards bereits in langer Reihe rechts und links der Straße
- fertig für die Verladung.Herr H. gibt Anweisung an seine, der Mundart nach vorwiegend aus den neuen Bundesländern stammenden Fahrzeuglenker, mit der Aktion zu beginnen. So macht sich eine Gruppe - mit neuen roten Arbeitsanzügen versehenen - daran, an allerlei Knöpfen und Schaltern des ersten Transporters zu drehen. Die Technik ist neu und vom allerfeinsten, die Rotgewandeten experimentierfreudig, denn nach Verladung der Borgwards sollen sie erstmal an einer Schulung für die neuen Fahrzeuge teilnehmen. Da
die neuen Transporter so schick und motorgesteuert die Ladeebenen in
alle möglichen Schrägen bewegen können, wird auf die
mitgebrachten Motorwinden verzichtet, mit denen man ganz einfach einen
Wagen nach dem nächsten auf die Transporter hätte bewegen
können. Man schiebt stattdessen ein Fahrzeug auf die Schräge,
dreht dann solange an Knöpfchen bis man Fahrzeug eins auf der obersten
Ebene ganz nach vorne schieben kann. Das geht natürlich schon bei
Fahrzeug Nummer zwei gründlich in die Hose, als man - bequem geworden
- den Winkel der Rampe zu steil macht, damit man das Fahrzeug nicht
schieben muss, sondern es eigenständig (den Gesetzen der Schwerkraft
folgend) in die gewünschte Position rollen soll. Die ostdeutsche
Knalltüte hinterm Lenker unseres armen Goliath löst also Bremse
und Gang, was eigentlich nicht so schlimm ist, wenn man etwas Plan von
dem hat, was man da gerade macht. In diesem Fall wurde der Wagen jedoch
erst durch den Aufprall auf Fahrzeug Nummer eins zum Stillstand gebracht
und darüberhinaus tatsächlich noch so intelligent am Steuer
des Unglückswagens reagiert, dass das rechte Vorderrad hilflos
im Leeren hing, was ein weiteres Manövrieren des Fahrzeugs deutlich
erschwerte. Dieses
Ereignis brachte Lademeister H. zurecht aus der Fassung - unverständlicherweise
jedoch nicht dahingehend, dass er seinen Untergebenen ob ihrer Blödheit
den Schlüssel seines Miet-Mercedes über die zweifellos leere
Hirnschale genatzt hätte (was der objektive Betrachter als durchaus
gerechtfertigt empfunden hätte ... und was von den Anwesenden auch
lautstark gefordert wurde.). Aber Nein! Ein Jammern und Greinen erhob
sich - "... kann die Verantwortung nicht übernehmen ..."
und ähnlich sinnloses Gebrabbel.
Glücklicherweise hatte die Kröll-Familie einen geschickten
Gabelstaplerfahrer vor Ort. Sonst würde die Harms-Mannschaft noch
heute lamentierend vor ihrem Werk stehen.... doch so packten sie dann ihre (ungebrauchten) Motorwinden ein, bestiegen mit ihren nagelneuen, sauberen, roten Arbeitsoveralls ihre nagelneuen, glänzenden Fahrzeuge und zogen von dannen - diese Helden der Arbeit. Uns blieb die dankbare Aufgabe, die Borgwards wieder in die Halle zu schieben, dann gab es noch eine zünftige Jause und gegen 15 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Bremen.
![]() Es war schon eine schöne Zeit - zweifelsohne! |
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Als von der Fa. Harms der Startschuss kam, bereits am 3. November die
Borgwards zu verladen, informierten wir die Presse, um die Ankunft der
Autos in Bremen würdig begehen zu können.
Von
der Familie Kröll wurden wir herzlich in Vöcklabruck empfangen.
Herr H., der Lademeister der Fa. Harms, war bei unserer Ankunft bereits
mit der Inspektion der Sammlung beschäftigt und sichtlich wenig
angetan von den Borgwards. Obwohl wir bei der Verhandlung des Transports
die Liste mit den Fahrzeugen vorgelegt hatten, die ganz ausdrücklich
darauf hinwies, dass ein großer Teil der Fahrzeuge nicht fahrbereit
sei, bestand Herr H. anfangs darauf, nur Fahrzeuge mit funktionstüchtiger
Handbremse mitnehmen zu wollen. Auf Nachfrage ließ sich natürlich
kein logischer Grund für dieses Ansinnen finden - es sei halt so
... und man werde das morgen schon regeln.
So
weit, so gut. Herr H. verabschiedet sich und wir verbringen mit Frau
Kröll und Herrn Rattenegger noch einen sehr netten Abend in Salzburg.
Als wir am nächsten morgen bei der Halle eintreffen, sind Frau
Kröll mit Tochter und Sohn und Herr R. schon anwesend. Frischer
Kaffee und Tee stehen bereit, ein Kompressor wird organisiert, sogar
ein Gabelstapler steht schließlich zur Verfügung und die
Schar der Helfer wächst auch noch um Schwiegersöhne, Enkel
und Bekannte. Dank dieser tatkräftigen Unterstützung steht
bei Ankunft der Harms-Transporter (gegen 11:30 h) der größte
Teil der Borgwards bereits in langer Reihe rechts und links der Straße
- fertig für die Verladung.
Da
die neuen Transporter so schick und motorgesteuert die Ladeebenen in
alle möglichen Schrägen bewegen können, wird auf die
mitgebrachten Motorwinden verzichtet, mit denen man ganz einfach einen
Wagen nach dem nächsten auf die Transporter hätte bewegen
können. Man schiebt stattdessen ein Fahrzeug auf die Schräge,
dreht dann solange an Knöpfchen bis man Fahrzeug eins auf der obersten
Ebene ganz nach vorne schieben kann. Das geht natürlich schon bei
Fahrzeug Nummer zwei gründlich in die Hose, als man - bequem geworden
- den Winkel der Rampe zu steil macht, damit man das Fahrzeug nicht
schieben muss, sondern es eigenständig (den Gesetzen der Schwerkraft
folgend) in die gewünschte Position rollen soll. Die ostdeutsche
Knalltüte hinterm Lenker unseres armen Goliath löst also Bremse
und Gang, was eigentlich nicht so schlimm ist, wenn man etwas Plan von
dem hat, was man da gerade macht. In diesem Fall wurde der Wagen jedoch
erst durch den Aufprall auf Fahrzeug Nummer eins zum Stillstand gebracht
und darüberhinaus tatsächlich noch so intelligent am Steuer
des Unglückswagens reagiert, dass das rechte Vorderrad hilflos
im Leeren hing, was ein weiteres Manövrieren des Fahrzeugs deutlich
erschwerte.
Dieses
Ereignis brachte Lademeister H. zurecht aus der Fassung - unverständlicherweise
jedoch nicht dahingehend, dass er seinen Untergebenen ob ihrer Blödheit
den Schlüssel seines Miet-Mercedes über die zweifellos leere
Hirnschale genatzt hätte (was der objektive Betrachter als durchaus
gerechtfertigt empfunden hätte ... und was von den Anwesenden auch
lautstark gefordert wurde.). Aber Nein! Ein Jammern und Greinen erhob
sich - "... kann die Verantwortung nicht übernehmen ..."
und ähnlich sinnloses Gebrabbel.
Glücklicherweise hatte die Kröll-Familie einen geschickten
Gabelstaplerfahrer vor Ort. Sonst würde die Harms-Mannschaft noch
heute lamentierend vor ihrem Werk stehen.
